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Lebenszyklusmanagement im SPNV – Schlüssel zur Kosteneffizienz bis 2040

Die Kosten im Schienenpersonennahverkehr (SPNV) steigen seit 2020 deutlich, nachdem sie zuvor über Jahre hinweg stabil geblieben waren. Die Inflation eines ganzen Jahrzehnts wurde in kürzester Zeit nachgeholt, und der Kostensockel hat sich dauerhaft erhöht. Während Personal- und Infrastrukturkosten kaum steuerbar sind, verdoppeln sich die Fahrzeugkosten bis 2040 von derzeit rund 4 auf künftig 8 Milliarden Euro jährlich und gewinnen damit erheblich an Bedeutung.

Damit liegt der größte Wertschöpfungsanteil des SPNV, der in den kommenden Jahren aktiv gesteuert werden kann, in den Fahrzeugen. Und dabei gilt: Nicht der Anschaffungspreis entscheidet über den wirtschaftlichsten Zug, sondern vielmehr der am besten gesteuerte Lebenszyklus – über Plattformen, Finanzierung und Instandhaltung hinweg.

Nur durch die Synchronisierung der Kosten für Anschaffung, Betrieb, Instandhaltung und Finanzierung lässt sich die Total Cost of Ownership (TCO) nachhaltig senken. Standardisierung und Plattformwahl schaffen Skaleneffekte und reduzieren Risikoaufschläge bei Leasing und Krediten. Ein aktives Lebenszyklusmanagement, das Restwert-Sharing, Upgrades und Batteriewechsel einschließt, kann die TCO bis 2040 um bis zu 15 Prozent reduzieren. Unsere Analyse zeigt, dass Szenarien mit konsequenter Effizienz und Skalierung die größten Vorteile bringen, während fragmentierte Ansätze keine Verbesserung erzielen.

Die Steuerung der Lifecycle-Effizienz erfordert neue Formen der Zusammenarbeit und Kooperation zwischen allen Akteuren. Mit unseren Expert:innen für Verkehr, Infrastruktur und Mobilität unterstützt Ramboll Management Consulting die Branche mit belastbaren Daten, Marktmodellen und Strategien für nachhaltige Transformation und Sicherstellung der Finanzierbarkeit der Verkehre.

Hier geht es zum Vortrag unseres Directors Friedemann Brockmeyer:

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